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Aktive Passivität

Um in einem Umfeld niedriger Renditeerwartungen dennoch auskömmliche Erträge zu erzielen, muss man den Markt schlagen. Auf Kosten anderer.

" Auf Indexebene erwarten wir wenig Aufwärtspotenzial, doch darunter brodelt es. "

Neutral, neutral, gleichgewichten, halten. Das sind sicherlich nicht die Vokabeln, die ein Kunde in Verbindung mit dem Anlagestil seines Vermögensverwalters hören möchte. Doch das derzeitige Profil unserer Investmentampeln scheint auf den ersten Blick dem Anspruch eines aktiven Fondsmanagers nicht gerecht zu werden. Es wirkt, als hätten wir das Zepter für die taktische Assetallokation den Märkten überlassen. Dem ist nicht so. Einerseits gehen wir aus übergeordneter Perspektive bewusst an vielen Stellen neutral in den Sommer, andererseits tut sich unter dieser aggregierten Oberfläche mehr, als die Signale vermuten lassen. Lassen Sie mich erklären.

Unsere strategischen Kursziele sind über fast alle Assetklassen nah an den heutigen Ständen. Gleichzeitig bewegen sich die wesentlichen Volkswirtschaften weiterhin in dem für diesen langen, aber undynamischen Aufschwung typischen Territorium nahe dem Potenzialwachstum. Hier kann fast jede neue Konjunkturzahl als Wende nach oben oder unten gelesen werden. Zur Orientierungslosigkeit der Märkte trägt der Umstand bei, dass die US-amerikanische Zentralbank erstmals seit langem wieder als Korrektiv zum Aufschwung wirken, die Zinsen bei weiterer Erholung also doch noch dieses Jahr weiter anziehen könnte. Abgerundet wird die Unsicherheit durch schwer einzuordnende längerfristige Brüche: Wie verlässlich sind klassische Frühindikatoren noch, die stark auf die Industrie oder aber auf normale Geld- und Zinsmärkte abstellen? Woher rührt das niedrigere Potenzialwachstum vieler Industrieländer? Ein Thema, welches wir im Fokus näher beleuchten. Und wie können die Zentralbanken angesichts rekordhoher Schuldenstände in Summe wieder auf den Normalisierungspfad umschwenken?

Diese Befunde ändern aber nichts an der Tatsache, dass wir trotzdem aktiv an den Märkten agieren. Jedoch in erster Linie auf sektoraler und vor allem Einzeltitelebene und zeitlich opportunistisch. Denn angesichts des fortgeschrittenen Zyklus und der Bewertung muss die Rendite vom Alpha, also über die Einzelwertanalyse, her rühren, was auch der DNA unseres Hauses entspricht. So werden Firmen mit enttäuschenden Quartalsberichten derzeit an der Börse auch gern mal zweistellig abgestraft, während erfolgreiche Firmen teils auf Höchstständen notieren. Der Renditekuchen ist in Summe kleiner geworden. Wer gleich hohe Erträge einfahren will, braucht ein größeres Stück vom Kuchen, muss also besser als die anderen sein. Das trauen wir uns zu. Auch, indem wir nicht jedem Hype hinterherlaufen, wie wir in Bezug auf die vermeintliche Renaissance der Schwellenländer an anderer Stelle noch erläutern.

Viel Spaß mit einer der letzten Monatsausgaben des CIO Views. In Papierform wird er bald nur noch vierteljährlich erscheinen, während wir Sie auf unserer Webseite künftig öfter und zeitnäher über die Märkte und unsere Positionen informieren werden.

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